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Datum: 11.11.2019Uhrzeit: 19:00 bis 22:00 Uhr

Erinnern - Gedenken - Tun

TUN. Dieses Wort finden Sie groß geschrieben auf dem beiliegenden Flyer. Was TUN wir
in Zeiten, in denen Demokratie- und Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung
tagtäglich Raum gewinnen? Wie wollen wir gemeinsam leben heute und in Zukunft?
Um uns diesen Fragen stellen zu können, brauchen wir Brücken in die Vergangenheit, die
in der Tradition demokratischen Erinnerns stehen. Durch sie können wir uns hier und heute
darauf besinnen, dass jeder Mensch wichtig ist. Dass wir Unrecht nicht ungeschehen
machen, aber dafür sorgen können, dass es sich nicht wiederholt. Dass wir nicht schweigen
dürfen, wenn Menschen Unrecht geschieht. Dass Antisemitismus und Rassismus verletzen
und tödlich sein können. Dass Menschenrechte verletzlich sind. Dass Frieden, Freiheit
und Demokratie nicht selbstverständlich sind. Dass wir Verantwortung für die Zukunft
übernehmen wollen und unsere Verantwortung keinen Schlussstrich kennt. Und dass Erinnerung
für uns kein Vergangenheitsgefängnis, sondern ein Schlüssel zur Zukunft ist.

ERINNERN und GEDENKEN wollen wir deshalb gemeinsam am 09. und 11. November
2019. Wir gedenken der 149 Büdinger Bürger*innen jüdischen Glaubens, die, ihrer wirtschaftlichen
Existenz beraubt und ohne jede bürgerliche Sicherheit, aus Büdingen fliehen
mussten, nachdem sie ausgegrenzt, schikaniert, bedrängt und bedroht wurden. Gelang
die Flucht nicht, wurden sie verschleppt und getötet. Sie teilten ihr Schicksal mit Millionen
anderen. Der 09. November steht als Symbol für brennende Synagogen, zerstörte Geschäfte
und Wohnungen, Plünderung, Gewalt und Mord auf offene Straße vor den Augen
von untätigen Bürger*innen auch in Büdingen.

Eine Brücke in die Vergangenheit soll Büdingens neue Gedenkstätte in Erinnerung an die
Büdinger*innen jüdischen Glaubens im Burgmannenhof an der Schlossgasse sein. Wir
würden uns freuen, wenn Sie sich mit uns gemeinsam am 09. November 2019 um 17:00
Uhr dort treffen, um diese einzuweihen. Nach Beiträgen von Herrn Spamer und Frau
Huxhorn-Engler begrüßt Sie um 18:00 Uhr Herr Cott, der Vorsitzende des Geschichtsvereins,
im Heuson-Museum, wo Herr Prof. Dr. Krause-Vilmar u.a. zum Thema Erinnerungskultur
sprechen wird.

Ebenfalls im Heuson-Museum wollen wir am 11. November 2019 um 19:00 Uhr
zusammenkommen, Frau Eva Fahidi (ehemals Pusztai-Belané) zuzuhören, die die
Konzentrationslager in Ausschwitz und Buchenwald überlebt hat. Unser Landrat, Herr
Weckler, wird uns hier begrüßen. Boris Winter vom Büdinger Bündnis für Demokratie und
Vielfalt wird eine Gesprächsrunde mit Frau Fahidi moderieren. Musikalisch durch die
Veranstaltung führen wird das Jerusalem Duo. Auch das Odeon Orchestrion wird an
beiden Veranstaltungstagen für musikalische Beiträge sorgen. Wir würden uns sehr freuen, Sie dort zu sehen.






















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