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Heuson-Museum

Heuson-Museum – Geschichte erleben von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert

Das Erdgeschoss des Rathauses von 1458 diente ursprünglich als Kauf- und Markthalle. Die 2022 neu eröffnete Ausstellung zeigt die wichtigsten Funde aus Büdingen und seiner Umgebung – von der Steinzeit bis in das 20. Jahrhundert. Themen sind die Vor- und Frühgeschichte der Region, das fränkische Frauengrab mit seinen wertvollen Grabbeigaben, Grabfunde der Herrgottskapelle, Verteidigung der Stadt, Ernährung und Wasserversorgung im Mittelalter. Zu jeder Vitrine gibt eine Informationstafel das notwendige Hintergrundwissen zur dargestellten Epoche, Thematik und den einzelnen Objekten. Hier werden auch die Sonderausstellungen gezeigt.

Im 1. Obergeschoss gibt die Dauerausstellung „Zur Geschichte und Verfolgung der Büdinger Juden“ auf fünf großformatigen Tafeln einen Überblick über die Geschichte der Juden von der Verleihung des Marktrechts 1330 bis zur Auslöschung der jüdischen Gemeinden im Nationalsozialismus. Um die Hintergründe vieler Geschehnisse vor Ort verständlich zu machen, werden wichtige Ereignisse in Deutschland vorangestellt. In der zugehörigen Vitrine werden Dokumente und Gegenstände zur Geschichte der jüdischen Gemeinden gezeigt.

Im 2. Obergeschoss finden sich die Themen Waechtersbacher Keramik – Schmied – Schuhmacher – Landwirtschaft – Uhrmacher – Schreiner und Drechsler – Weber und Färber – Kindheit und Spielzeug. Große Tafeln geben Informationen zu jedem dieser Themen.

  • Imagefilm Heuson Museum Büdingen

    Imagefilm Heuson Museum Büdingen

Neue Sonderausstellung!

MINIATURformat - Puppenhäuser & Architektur
21. März 2026 – 14. März 2027

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, in eine heile, kleine Welt einzutauchen und die Zeit für einen Moment anzuhalten? Das Heuson-Museum Büdingen lädt zu einer ganz besonderen nostalgischen Zeitreise ein.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen liebevoll eingerichtete Puppenstuben und Kaufmannsläden aus der Zeit zwischen Historismus und den 1960er Jahren aus der Region. Sie spiegeln Architektur und Wohnstil vergangener Epochen wider. Es ist ein Spaziergang durch die Kulturgeschichte des Wohnens – charmant, lehrreich und voller Überraschungen. Winziges Porzellan, handgearbeitete Möbel und filigrane Alltagsgegenstände zeugen von großer Handwerkskunst.

Dass Spielzeug immer auch ein Abbild des Fortschritts ist, zeigt eines unserer Highlights: In der Küche aus der Zeit des Art Déco, einer Zeit, in der fließendes Wasser in vielen Haushalten noch ein ferner Traum war, konnten Kinder hier bereits an einem funktionierenden Wasserhahn experimentieren. Die Küche verfügt über einen von außen befüllbaren Wassertank, der über versteckte Leitungen ein echtes Steinwaschbecken speist. „Dass Kinder um 1900 bereits mit fließendem Wasser im Miniaturformat spielen konnten, überrascht viele Besucher“, erklärt Museumsleiter Joachim Cott. „Es spiegelt den technischen Fortschritt und den hohen Anspruch an die Erziehung dieser Zeit wider.“

Die Miniaturisierung von Technik – vom Herd bis zur Beleuchtung – war stets ein Feld, auf dem Erfindergeist und höchste Handwerkskunst zusammenfanden. „Wir dürfen nicht vergessen: Diese Häuser waren Lernorte. Sie dienten der Vorbereitung auf das Leben, auf die Führung eines Haushalts und die Einübung gesellschaftlicher Rollen. Sie erzählen uns heute viel darüber, was Generationen vor uns ihren Kindern als Werte und Pflichten mit auf den Weg geben wollten.“

Diese Ausstellung ist ein Erlebnis für alle Generationen. Während Großeltern und Eltern in Kindheitserinnerungen schwelgen können, haben jüngere Besucher die Gelegenheit zu entdecken, womit ihre Vorfahren gespielt haben.

Vorschau 2027!

„Mein liebes Früchtchen!“ - Zeitreise durch Wetterauer Obstgärten und Speisekammern 
20. März 2027 – 19. März 2028

Das Heuson-Museum widmet sich ab dem 20. März 2027 einem besonders geschmackvollen und vielseitigen Thema: Die neue Sonderausstellung „Mein liebes Früchtchen! – Zeitreise durch Wetterauer Obstgärten und Speisekammern“ nimmt Besucherinnen und Besucher mit auf eine spannende Entdeckungsreise rund um die reiche Tradition des regionalen Obstanbaus.

Von den Römern bis zur Industriegeschichte
Die Wetterau ist seit jeher bekannt für ihre fruchtbaren Böden und ihre ausgeprägte Obstbau-Kultur. Die Ausstellung beleuchtet die faszinierende Geschichte von den Anfängen bis zur heutigen Bedeutung alter, heimischer Sorten für den Naturschutz und die Biodiversität.

Dabei schlägt die Schau einen weiten Bogen:
• Landwirtschaft & Naturschutz: Warum Streuobstwiesen unverzichtbare Hotspots der Artenvielfalt sind und welche Schätze in alten Sorten stecken.
• Alte Haushaltstechniken: Wie wurde Obst haltbar gemacht, als es noch keine modernen Kühlschränke gab? Historische Objekte zeigen das Geschick früherer Generationen.
• Industriegeschichte: Regionale Konserven- und Likörherstellung – ein Blick auf Aufstieg und Ende verarbeitender Betriebe in der Region.

Geschichte als Comic-Erlebnis und Rätselspaß
Das Besondere an der neuen Ausstellung: Die Fachtexte wurden in farbenfrohe Comic-Bilder übersetzt! Ein visueller Genuss, der nicht nur eingefleischte Comic-Fans begeistert, sondern auch Familien mit Kindern auf leichtfüßige Art durch die Jahrhunderte führt. Rätsel laden kleine (und große) Entdecker zum Ausprobieren und Mitraten ein.

Ob Geschichtsinteressierte, Naturfreunde, Nostalgiker oder Comic-Liebhaber – die Ausstellung bietet spannende Einblicke für jedes Alter.

Öffnungstage