Sehenswertes - Historisches Büdingen

Herrnhaag

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Reste einer Herrnhuter Siedlungsanlage im Stil des sächsischen Barock, Gemeindehaus („Grafenhaus“) mit Kirchensaal im 1. Obergeschoß, Brunnenhaus, Gottesacker und weiteren historischen Gebäuden.
Herrnhaag besticht durch seine Lage mit Blick zur Ronneburg und über das Ronneburger Hügelland bis hin zu einem Blick über Büdingen und weiter auf den Vogelsberg.
Führungen sind nach Anmeldung möglich.

Geschichte:
Durch seine tolerante Religionspolitik war das Büdinger Land im 18. Jahrhundert zu einer Zufluchtsstätte geworden. Nach Hugenotten und Waldensern und Gruppen von Inspirierten fand 1736 die aus der Oberlausitz vertriebene Familie des Grafen von Zinzendorf mit einem Teil der Gemeinde hier Aufnahme.

Ab 1738 entstand eine Siedlungsanlage mit 17 Häusern, in denen zeitweise bis zu 1000 Personen unterschiedlicher Herkunft lebten. Sie führten ein auf Gemeinschaft hin ausgerichtetes religiöses Leben. Der Ort entwickelte sich wirtschaftlich rasch. Bekannte Handwerker wie die Möbeltischler Abraham und David Roentgen trugen zum Aufschwung bei. Verbindungen in weite Teile Europas und nach Übersee wurden durch Boten und Missionare gepflegt. Die auf dem Haagberg entstandene Anlage Herrnhaag wurde zum Vorbild zahlreicher Gründungen der Herrnhuter im In- und Ausland.
1750 kam es zum Konflikt mit der neuen Regierung der Grafschaft Büdingen und die Herrnhuter mussten Herrnhaag verlassen. In der danach folgenden wechselvollen Geschichte wurden die meisten Gebäude abgetragen oder verfielen.

Der Herrnhaag heute:
Um den vollständigen Verfall der Gebäude im nördlichen Teil der Anlage aufzuhalten, wurde 1959 der „Verein der Freunde des Herrnhaag e.V.“ gegründet. Dieser kaufte einen Teil des Geländes mit dem historischen Brunnen in der Mitte und dem Rest des alten Gottesackers etwas abseits der Anlage. Die andere Hälfte verblieb in privatem Eigentum.
Seit 2012 ist das zentrale Brunnenhaus nach historischem Vorbild wieder aufgebaut und die quadratische Platzanlage wiederhergestellt.

Die „Lichtenburg“, auch Grafenhaus genannt, wird u.a. durch die Herrnhuter Brüdergemeine genutzt, z.B. für Gottesdienste und als internationale Begegnungsstätte mit Jugendfreizeiten. Daneben werden Ausstellungen regionaler Künstler und Konzerte durchgeführt.

Sie beherbergt seit 2001 auch die „Jugendwerkstatt Herrnhaag e.V.“; eine soziale Einrichtung zur Förderung von Jugendlichen in der Berufsorientierung.

Das benachbarte „Schwesternhaus“ wird nach seiner Wiederherrichtung seit 1989 von der „Sozietät Herrnhaag“ bewohnt, einer ökumenischen Lebensgemeinschaft der Herrnhuter Brüdergemeine.

Webseite: https://www.herrnhaag.de/

Cafe Oeffnungszeiten Herrnhaag 2018 

Öffnungszeiten 2018

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